Pigmente sind die reinste Form der Farbe und besitzen dadurch eine unglaubliche Leuchtkraft. Sie scheinen fast wie kleine, bunte Lichtpartikel, mit denen ich meinen Bildern Stimmung und vielleicht sogar ein kleines Leuchten verleihe. Das Besondere an meiner Technik: Ich gehe nicht von einem Motiv aus, sondern lasse das Bild aus der Farbe heraus entstehen.

Zu Beginn wähle ich den Farbklang aus drei Pigmenten, die ich intuitiv auf die selbst hergestellte, unbehandelte Leinwand auftrage. Beim Auftragen nutze ich zunächst eine Mischform aus Spachtel-, Sprüh- und Verlaufstechnik. Nun beginnt eine Art Entdeckungsreise im Bild der Farben. Um diese zu beschreiben möchte ich das Zitat von Paul Klee anführen:

Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer, ich weiß das. Das ist der glücklichen Stunde Sinn: Ich und die Farbe sind eins. Ich bin Maler.“

(Paul Klee)

Aus dem Farbenleuchten entsteht das Motiv. Hier beginnt die eigentliche Malerei. Das Hauptaugenmerk lege ich dabei auf menschliche Motive und Körperhaltungen und nutze Pastellkreiden, Pigmenten, Pigmentstiften und Kohle als Materialien.
Aus diesem Spiel von Intuition, Farben und gezielter Herausarbeitung entsteht meine Handschrift in der Malerei.